Start Allgemein Rekord-Ratsche am Scharnitzer Kalvarienberg

Rekord-Ratsche am Scharnitzer Kalvarienberg

Vor 27 Jahren haben Irene und Christian Wenger in Scharnitz der Brauch des Karfreitagsratschens wiederbelebt. Es handelt sich dabei um ein Osterbrauchtum, das im Bezirks Landeck sogar zum immaterielles Kulturerbe erkoren wurde. 

Da am Karfreitag in den katholischen Kirchen die Glocken schweigen, erinnern die Wengers jeweils um 12 Uhr am Scharnitzer Kalvarienberg ans Mittagsgebet. Begleitet wurden sie Jahre lang von Otto Neuhauser, der vor der Kreuzigungsgruppe, die auf den alten Mauern der Porta Claudia steht, Legenden über diese Jahrhunderte alte Wehranlage erzählte. Heuer begleiteten sie besonders viele Scharnitzer, da man unter Mithilfe der „Scharnitzer Brezenfischer“ eine Riesenratsche aufgestellt hatte. Diese wurde vom Mannheimer Künstler Josef Müller vor vielen Jahren im Rahmen eines Haselfichten-Symposiums in Seefeld gebaut. Nachdem man in Seefeld keinen Platz für das 4 Meter hohe „Instrument“ fand, lagerte es seither in Gießenbach und wurde nunmehr von Kulturring-Obmann Gerhard Sailer den Scharnitzer übergeben. Gemeinsam mit dem Kulturausschuss unter Obfrau Carmen Geiser will man heuer am Kalvarienberg einen Platz finden, wo die „wohl größte Ratsche Österreichs fix installiert werden kann. Im Beisein von rund 70 Schnitzern durfte Bgm. Christian Ihrenberger als erster die Ratsche bedienen. Begleitet wurde er von zahlreichen Kindern und der Familie Wenger, die mit „normalen“ Ratschen, das ratternde Dröhnen der Riesenratsche verstärkten. 

Der Scharnitzer Kalvarienberg stand während der Ostertage übrigens auch Abends im Zentrum von österlichen Ausflügen. Die Kreuzwegstationen waren dafür eigenes beleuchtet worden. Zur Fastensuppe bei Porta Claudia und im Scharnitzer Gemeindesaal kamen so viele Abnehmer, dass die Letzten gar keine Suppe mehr ergattern konnten. In diesem Zusammenhang möchte sich Bgm. Christian Ihrenberger im Namen der Gemeinde bei den Initiatoren und Ausstellern der Riesenratsche sowie allen Organisatoren und Mithelfern der Fastensuppe auf diesem Weg recht herzlich bedanken!

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