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Helmut Blaha verstarb unerwartet

Helmut Blaha, bekannt als Meisterkoch, Künstler und Vereins- und Gemeinschaftsmensch, stets hilfsbereit und offen andere zu unterstützen, ist am Montag, den 10.10.2022, völlig unerwartet und plötzlich zuhause verstorben.
Dem Seefelder Plateau, aber auch über die Grenzen Tirols hinaus war Helmut Blaha als Küchenmeister bekannt. Nach seiner Lehrausbildung im Hotel Imperial in Wien kochte er an verschiedenen Orten: vom Faaker-See in Kärnten, bis nach Lech am Arlberg, im Ötztal oder auch in Seefeld, wo er in der Südtiroler Stube und im legendären Weinstadl Küchenchef war, an letzterem Ort fand sogar mit ihm eine TV-Aufzeichnung des damaligen „Meisterkochens“ statt. Unvergessen bleiben auch seine Tätigkeit als Koch auf einem Kreuzfahrtschiff der Holland-Amerika-Linie, mit der er die Welt bereiste, und die Leistungswettbewerbe, bei denen er bei der Koch-WM eine Goldmedaille gewann. Als er sich später in den 1990er-Jahren auf Großküchenplanung verlegte und mit seiner Expertise zahlreichen Betrieben im ganzen Oberland, half ihre Küchen zu optimieren, baute er sich in seiner Freizeit zusätzlich seinen Ruf als Künstler auf. Mit seinen Fotografien, die erbei mehreren Ausstellungen und Wettbewerben der Öffentlichkeit präsentiert hatte, und seinen gemalten Acryl- und Aquarell-Bildern, Bleistiftzeichnungen und Tuschewerken bereicherte er ab 1999 den Kunst im Kunst- und Kulturverein von Scharnitz. Seine Videodokumentationen und Interviews mit Persönlichkeiten seiner Heimatgemeinde, wie etwa „Pleis’n-Toni“ Gaugg oder Komponist Sepp Zoller, werden die Chronik von Scharnitz ebenso ergänzen wie seine Dokumentation über die Porta Claudia mit Norbert Goldschmid. Ein Bild, das er beim Besuch der Musikkapelle Scharnitz im Vatikan als Geschenk für Papst Benedikt XVI. gemalt hatte (ein Blick von der Porta Claudia in Richtung Bayern), befindet sich inzwischen bei anderen Geschenken an Päpste im Vatikanischen Museum.
Auch für die Gemeinschaft im Dorf hatte er sehr viel Zeit und Herzblut übrig: beim Ausschenken der Fastensuppe, dem Fotografieren besonderer Anlässe, bei der Hilfe für alte und betagte Gemeindebürger, die alleine nur mehr schwer ihren Lebensalltag bewältigen konnten.
Als während der Corona-Zeit das geselligen Leben vorübergehend pausierte, konzentrierte er sich auf sein altes Hobby, dem Bau von Plastikmodellen, vor allem aus der Formel-1-Geschichte. Er schloss sich dem Verein PMC in Telfs an, gewann eine Clubmeisterschaften und wurde zum Obmann-Stellvertreter des Vereins gewählt.
Helmut Blaha wird nun keine neuen Bilder mehr malen, nichts mehr fotografieren, keine neuen Modelle mehr bauen. Seiner Familie, seinen Freunden und vielen Menschen am Seefelder Plateau wird er dennoch in langer Erinnerung bleiben. „Wir sind ihm für sein Schaffen, seine Leistungen und seine Werke, durch die er für uns immer weiterleben wird, auf ewig dankbar“, meint etwa sein Sohn Marco Blaha

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