Start Allgemein Klares "Ja" zu Öffikonzept und höherer Kurtaxe

Klares „Ja“ zu Öffikonzept und höherer Kurtaxe

Vergangenen Dienstag fand im Saal Olympia in Seefeld eine außerordentliche Vollversammlung des TVB Region Seefeld statt. Im Mittelpunkt stand die Debatte um die Erhöhung der Ortstaxe auf 3,5 Euro, um das Mobilitäskonzept am Seefelder Plateau auf völlig neue Beine zustellen. Finanziert wird das Konzept zwar von Bund, Land, den Gemeinden des Plateaus und dem Tourismusverband gemeinsam. Da der TVB aber der Hauptzahler war und ist, und der Verband in Hinblick auf die weiteren Herausforderungen nicht jährlich Anpassungen machen will, stimmten die Anwesenden mit deutlicher Mehrheit der Erhöhung zu.
Obwohl Obmann Alois Seyrling gleich zu Beginn feststellte, dass die Erhöhung vor allem kleine Hotelbetriebe und für Privatzimmervermieter einen großen Schritt darstelle, gelang es Planer DI Helmut Köll aus Reith und GF Dr. Alexander Jug vom VVT die Anwesenden mit gut vorbereiteten Argumenten auf das neue Mobilitätskonzept einzustimmen. Köll, der selbst mit den Bussen durch die Region gefahren war und beeindruckende Visualisierungen der Busan- und -abfahrten am Seefelder Bahnhof präsentierte, meinte: „Der Hauptvorteil des Seefelder Bahnhofs, in dem alle Öffinutzer sehr rasch zwischen den Systemen wechseln können, ist, dass die Züge von Mittenwald und Innsbruck beinahe zeitgleich in Seefeld ankommen. Diesen Vorteil haben wir genutzt, sodass die Gäste mit minimalen Wartezeiten von fünf bis zehn Minuten alle Anschlussstrecken erreichen können!“
VIEL MEHR BUSSE. Jug: „Der Nutzen für die Einheimischen ist, dass sie ganzjährig in kürzester Zeit alle Orte zwischen Telfs und Mittenwald von 6 bis 21 Uhr in einer hohen Takfrequenz erreichen können. Gäste können ihre Gästekarte als Ticket benutzen. Immer mehr Jugendliche gerade in den Großstädten machen nicht einmal mehr den Führerschein. Gerade für Sie bietet das Seefelder Plateau daher einen entscheidenden Vorteil bei der Urlaubsentscheidung!“
GF Elias Walser versuchte die Anwesenden mit „Offenheit und Transparenz“ (besser: „Milchmädchenrechnung“) auf die Ortstaxenerhöhung einstimmen: „Wir rechnen mit rund einer Mio. Mehreinnahmen. Zählt man die Bus- und Zugkosten sowie den Verstärker nach Wildmoos und den Skibus zusammen, werden wir 847.000 Euro für das neue System auslegen. Der Rest kommt in eine Rücklage, die ausschließlich für Preissteigerungen und für die Mobilität verwendet wird!“ Auch wenn ihm ein Zuhörer zurecht vorwarf, dass er bei seiner Rechnung die bisherigen Ausgaben nicht gegengerechnet habe, endete die Abstimmung mit 55:9. Umgelegt auf den Wahlmodus bei touristischen Abstimmungen bedeutet dies 1448 Pro- und neun Gegenstimmen.

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