Start Allgemein Aufregung um Nordic Testival!

Aufregung um Nordic Testival!

Zu gleich zwei Krisensitzungen führte vergangene Woche eine Veranstaltung des Tourismusverbandes: Sport Conrad lädt vom 13. bis 15. Jänner über die TVB-Homepage zu einem Nordic Testival in der Seefeld Sportsarena ein. Während der TVB im Jännerloch für Nächtigungen sorgen will, wettern die Plateau-Sportartikelhändler gegen die übermächtige Konkurrenz aus Bayern: Sport Conrad gilt nämlich als Rabattkaiser.
Wie Paul Sailer (Sport Sailer/Kaufmannschaft) dazu erklärt, handelt es sich bei Sport Conrad um einen bayerischen Sportanbieter, der über mehrere Filialen mit mehreren tausend Quadratmetern verfügt. Darüber hinaus hat er einen bis in den skandinavischen Raum bekannten Online-Store, mit dem er bereits zum Verkaufsstart neuer Markenprodukte mit großen Rabatten aufwartet:
Er wie auch Erich Rettenegger (Rückenwind) gewinnen der Veranstaltung trotzdem auch Positives ab: „Sie bringt rund 300 nächtigende Gäste nach Seefeld, die an den drei Tagen bei uns essen und einkaufen!“
Hannes Norz (Sport Norz) hingegen ärgert, dass die Händler am Plateau erst vor zwei Monaten vom Testival informiert wurden: „Während wir seit Jahren Ideen einbringen, Abgaben zahlen und immer für den TVB da sind, kommt ein Außenstehender, will eine Veranstaltung machen und erhält umfangreiche Unterstützung beim Marketing. Und was offenbar niemand im TVB weiß: Dessen Kunden lassen sich in unseren Geschäften beraten, testen in unseren Geschäften die Ware , um sie dann billig im Conrad-Online-Shop zu kaufen.“ Martin Tauber (Cross Country Academy): „Der TVB handelt entgegen seines Auftrags und holt fremde Firmen nach Seefeld.“ Total sauer ist Anne Wedl (Sport Wedl): „Wir machen seit 24 Jahren ein Langlauf-Opening, das mehr als ein Jahrzehnt vom Tourismusverband nicht erwähnt und unterstützt wurde. Jetzt wurde diese Veranstaltung einfach eingeführt, ohne dass wir etwas wussten. Dabei stellen sogar die Vertreter der Sportindustrie bei diesem Mitbewerber die Haare auf.“
TVB-GF Elias Walser gesteht ein, dass die Kommunikation nicht glücklich war. Er führt aber ins Treffen, dass der Event neue Gäste anzieht, positive Effekte auf Nächtigungen und Kaufkraft hat, Adressen generiert und die defizitären WM-Sportanlagen belebt: „Wir haben zweimal mit den Kaufleuten gesprochen. Wir müssen den Event heuer durchziehen, können aber diesen Winter Erfahrungen sammeln und gemeinsam mit den heimischen Sporthändlern in Zukunft den Event fortführen!“

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