Start Allgemein Scharnitz startet Sanierung der Porta Claudia

Scharnitz startet Sanierung der Porta Claudia

Mit nicht weniger als 20 Tagesordnungspunkten musste sich der Schnitzer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung auseinandersetzen. Dabei zeigte sich gleich bei mehreren Debatten, warum dieses Mal soviel Zuseher im Sitzungssaal waren. Denn der Bauausschuss versucht sukzessive jene Themen abzuarbeiten, die seit vielen Jahren ungelöst blieben. Da ging es um langjährige Grenzstreitigkeiten, Zufahrtsrechte und private Nutzungen von Gemeindegrund. Auch die Sanierungsarbeiten an der Porta Claudia sollen wieder aufgenommen werden. Heuer investiert man 26.000 Euro und lässt vom Denkmal genehmigte Maurerarbeiten durchführen.
Vbgm. Martin Kruselburger berichtete, dass der Tourismusausschuss eine Begehung mit dem Denkmalamt durchgeführt hatte. Dabei zeigte sich, dass der Pulverturm hinter dem alten Zollamt besonders baufällig ist: “Die Herren hatten auch einen Maurer dabei, der diese Steinmauern originalgetreu sanieren kann. Wir führten in der Folge auch Gespräche mit dem Verein Porta Claudia und einigten uns darauf, dass dieser sich in Hinkunft um die historische Bedeutung und die Nachnutzung der Porta Claudia kümmern wird und dass die Gemeinde sich um die Restaurierung der Wehranlage Gedanken macht. Einstimmig beschloss man, die Sanierungsarbeiten wieder aufzunehmen. Allerdings in einem finanziellen Ausmaß, wie es den Gemeindefinanzen zuträglich sei. Bgm. Christian Ihrenberger und die Gemeindebediensteten versuchen Subventionen zu beantragen. Erste Maßnahme ist es, die vor wenigen Jahren unsachgemäß durchgeführten Arbeiten am Pulverturm zu erneuern und den Gewölberaum wieder begehbar zu machen.
In der Folge ging es um viele raumordnerische Probleme, die in der Vergangenheit ungelöst blieben. Jeder einzelne Fall war davor genau geprüft und mit den Betroffenen diskutiert worden. Der Ortschef meinte: “Mit reden kommen die Leute zusammen!” Die Ausschussmitglieder versuchten in der Folge auch Entscheidungen herbeizuführen, um die Probleme nicht weiter aufzuschieben. Nur der Fall Risserhof konnte nicht einstimmig gelöst werden. Hinter dem Gasthaus befindet sich ein für die Gemeinde nutzloser Grund mit etwas mehr als 120 Quadratmetern, während dem Risserhof der Grund für eine Bushaltestelle gehört, den die Gemeinde nutzt. Auch die Zufahrtssituation zum GH Alte Mühle ist zu schmal. Mit 8:5 Stimmen wurde beschlossen, dass man dem Risserhof 60 Quadratmeter Grund zu einem ortsüblichen Preis verkauft und die für die Gemeinde nötigen Flächen im Tauschweg erwirbt. Die Liste “Für Scharnitz“ wollte den Gemeindegrund erst veräußern, wenn es mit dem Risserhof-Besitzer eine Nutzungsvereinbarung gibt.
Auf Anregung von GR Robert Mair wurde am Mühlberg ein Photopoint beschlossen, wo Wanderer, Tourengeher und Rodler an einem gut gelegenen Aussichtspunkt Selfies machen können. Die Kosten werden von Gemeinde und Tvb geteilt.

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