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Ohne Geld kein Kinderspielplatz

Es klingt wie ein schlechter Witz: In derselben Sitzung, in der der Gemeinderat von Seefeld über einen Rekordabgang von 2,5 Mio. Euro abstimmen musste, legten ihm Elternverein und Tourismusverband einen Antrag auf einen neuen Kinderspielplatz am SKZ-Gelände vor. Kosten für die erste Ausbaustufe: ca. 220.000 Euro. Der Tagesordnungspunkt wurde vertagt. Angesichts der langfristigen Bugetplanung wohl um mindestens fünf Jahre!
Kids & family Obfrau Anita Hiltpolt nannte es ein großes Anliegen des Vereins, mitten im Ort einen Kinderspielplatz zu installieren. Der bestehende Spielplatz zwischen Strandperle und Beachvolleyballplatz sei in einem schlechten Zustand. Einige Spielmöglichkeiten seien verschwunden.
Der Elternverein selbst habe bereits Geld angespart und mit möglichen Sponsoren verhandelt. Der Tourismusverband sei an Bord und 85.000 Euro sind bereits im Topf. Wenn die Gemeinde ebenfalls bereit sei, einen Brocken zu übernehmen, werde Hiltpolt gemeinsam mit TVB-Obmann Alois Seyrling versuchen, die Restfinanzierung sicherzustellen.
Der TVB-Obmann: „Wir haben vor Jahren in Wildmoos einen sehr schönen Spielplatz errichtet, der auf Grund der dezentralen Lage kaum angenommen wurde.“ Der Tourismusverband sei nur bereit, an einem Spielplatz mitzufinanzieren, wenn dieser optisch einzigartig sei. Auch von der Sponsorenseite könne man nur Geld erwarten, wenn der neue Spielplatz für mehr Frequenz in der Fußgängerzone sorge.
Aus diesem Grund habe man den Standort zwischen Batzenhäusl und SKZ gewählt und sei an die Firma Naturidea im Stubaital herangetreten, die in Tirol schon viele einzigartige Spielplätze, wie etwa den neuen Spielplatz im Alpenzoo, errichtet habe. Diese machte den Vorschlag, den neuen Spielplatz unter das Seefelder Wappenthema, das Einhorn, zu stellen. In einer ersten Ausbaustufe schlugen sie vor, einen Spielplatzparcours mit Geräten für drei- bis 12-jährige Kinder mit Sitzgelegenheiten sowie einem großen, weithin sichtbaren hölzernen Einhorn zu errichten. Die Kosten für diese erste Ausbaustufe betragen 220.000 Euro. Andere Angebote mit Standardgeräten namhafter Spielplatzhersteller lauteten auf rund 120.000 Euro, eines mit nur einem Großgerät auf 30.000 Euro.
Die Gemeinderäte hörten den Ausführungen gespannt zu, um dann den Tagesordnungspunkt angesichts der finanziellen Lage bis auf weiteres zu vertagen. Eine Vorgehensweise, auf die sich künftige Seefelder Antragsteller wohl über einen langen Zeitraum einstellen werden müssen.

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