Start Allgemein Leutascher Gemeinderat kann trotz Minus "gut schlafen"

Leutascher Gemeinderat kann trotz Minus “gut schlafen”

Wegen einmaliger Mehrkosten kämpft nun auch Leutasch mit Budgetnöten: 875.000 Euro fehlen heuer im Finanzierungshaushalt. Dieser kann nur mit dem positiven Girostand von einer Million Euro abgedeckt werden. Für die Mehrkosten beim Saunazubau im Alpenbad sind weitere 500.000 Euro nötig. Diese entnimmt man aus Rücklagen, die demnach auf eine Million geschrumpft werden.
Insgesamt rechnet Leutasch im Finanzierungshaushalt mit 9,8 Mio. an Ausgaben, im Ergebnishaushalt hingegen nur mit 8,3 Mio Euro. Dort gibt es ein positives Jahresergebnis mit fast 400.000 Euro. „Im Vorjahr hatten wir dort noch ein deutliches Minus, weil Zahlungen für die Wasserversorgung erst im neuen Jahr eintrafen“, erinnert Bgm. Jorgo Chrysochoidis.
Er nannte auch gleich einige Gründe für die negative Entwicklung im Finanzierungshaushalt: Während der Ort vor der Pandemie 500.000 Gäste verzeichnete, waren es in Folge der Lockdowns 2021 nur 230.000 Gäste, was sich erheblich auf den Finanzausgleich auswirkte, der mit zweijähriger Verzögerung ausbezahlt wird: „2022 hatten wir wieder 480.000 Gäste und werden 2024 wieder normale Einnahmen verzeichnen!“ Auch die Ausgaben durch die gestiegenen Energiekosten, der Ankauf eines Feuerwehrfahrzeuges und Mehrkosten bei Bauvorhaben führten dazu, dass man im kommenden Jahr den Gürtel enger schnallen müsse.
Dazu GR Siegmund Neuner: „Im neuen Budget sind Investitionen für den Pavillonvorplatz, Straßenbauten, den Radweg ins Gaistal und in die Schulinfrastruktur enthalten. Da eine Million am Rücklagenkonto verbleibt, kann ich mit diesem Budget gut leben!“
VBgm. Stefan Obermeir: „Die Mehrkosten beim Saunabungalow sind nicht nur infolge der gestiegenen Baukosten entstanden. Es wurden auch mehrere Mängel behoben, die im Zuge der Bauarbeiten entdeckt wurden. Das wird uns in den kommenden Jahren zugute kommen, wenn wir nicht durch plötzliche Reparaturen überrascht werden.“
Bgm. Chrysochoidis führte noch weitere Gründe an, warum er mit dem Budget gut „schlafen“ könne: „Die von Bund und Land angekündigten Unterstützungen betreffend Teuerungen usw. wurden im Budget nicht berücksichtigt, da es hierfür bis jetzt keine entsprechenden Zusagen gibt. Sollte im Laufe des Jahres Geld eintreffen, wären die jeweiligen Summen als ‚Puffer‘ vorhanden. Auch beim Alpenbad ist die Wirtschaftsförderung von 300.00 Euro noch nicht eingeplant, da wir den Antrag erst mit der Inbetriebnahme einreichen konnten und noch keine schriftliche Zusage vorliegt. Auch für die Photovoltaik können wir die Mehrwertsteuer zurückfordern. Da aber bis dato auch nicht alle Baufirmen abgerechnet haben, können auch noch Mehrkosten auf uns zukommen!“

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