Start Allgemein Seefeld ist trotz Schneemangels WM-fit!

Seefeld ist trotz Schneemangels WM-fit!

Mit der Olympiafanfare von John Williams wurde der diesjährige Langlauf-Masters World Cup eröffnet. 900 Startern aus 29 Ländern sind auf Einladung des Skiclub Monte Kaolino aus Hirschau in Bayern nach Seefeld gekommen, wo in 300 Kilometer Entfernung vom Heimatort des Skiclubs noch etwas bessere Bedingungen für Langläufer herrschen. Die Hirschauer sind nicht zum erstem mal Gast in der WM Arena. Bereits 2003 haben sie den World Cup hier ausgetragen. Auch die „Bayerischen“ haben sie hier schon abgehalten.
Die gute Verbindung zum WM- und Olympiaort unterstreichen die Oberpfälzer, die Über ein großes und sehr gut organisiertes Veranstaltungsteam verfügen, auch mit jährlichen Sommer- und Wintertrainingslagern, die sie hier regelmäßig durchführen.
Beim Masters World Cup treffen sich die sogenannten Altersklasse-Athleten im Skilanglauf ab 30 Jahren, sofern sie zuvor für mindestens ein Jahr nicht in einer Nationalmannschaft nominiert waren.
Insgesamt gibt es beim MWC sechs Rennen- jeweils ein Kurz, Mittel und Langstreckenrennen in beiden Stilarten. Klassik und Skating. Die Teilnehmer dürfen sich davon drei Rennen auswählen. Dazu gib es noch eine Staffel, für das die besten Sportler aus jeder Nation in ihrer Altersklasse vom jeweiligen Nationalen Direktor nominiert werden.
Zur Eröffnungsfeier am Samstag war das 30 mal 50 Meter große Zelt bis auf den letzten Platz gefüllt, als Thomas Heckmann als erster ans Rednerpult trat. Zwischen den Ansprachen wurden die Gäste von den Drei Tirolern unterhalten. Für die Stadt Hirschau überbrachte der erste Bürgermeister Herrmann Falk die Grußworte. Ihm schloß sich sein Seefelder Amtskollege Markus Wackerle an. Für die World Masters Assosiacion, dem Dachverband der Masters in der FIS sprach Präsident John Downing. Großen Beifall gab es schließlich für die Kindergruppe der Scharnitzer Plattler, die neben ihrem Auftritt auch für die Präsentation der Landesflaggen der teilnehmenden Nationen verantwortlich zeichneten.
Am ersten Wettkampftag gab es zwei Wettkämpfe auf den Kurzstreckenrennen.
Insgesamt war das Siegerpodest sehr ausgeglichen besetzt. Neben einigen Siegen der skandinavischen Nationen gab es auch Siege für die angereisten Sportler aus USA und Kanada. Die Athleten aus Österreich und Deutschland waren auf dem Stockerl genauso vertreten wie eine Sportlerin aus Japan. Aus Sicht des gastgebenden Vereins, des SC Monte Kaolino gab es gleich am ersten Tag Grund zu jubeln. Markus Meister gewann in der Altersklasse M04 seinen Lauf auf der Zielgeraden.
Starke Regenfälle in der Nacht von Sonntag auf Montag haben den Strecken noch einmal stark zugesetzt. Im Startbereich unter den Schanzen mussten 150 Kubikmeter Wasser aus der Loipe gepumpt werden. Der Start wurde somit um gute 50 Meter nach vorne verlegt. Durch den Einsatz vieler Helfer war es aber dennoch möglich eine vergleichsweise gute Strecke und faire Bedingungen für die Athleten herzustellen. Auf den Mittelstrecken in der klassischen Technik war Markus Meister vom gastgebenden Verein SC Monte Kaolino Hirscha der Schnellste. Auch in den anderen Altersklassen wurden über diese und die weiteren Strecken hervorragende Leistungen erzielt. Älteste Starter an diesem Tag war Göthe Sandbäck aus Schweden mit 89 Jahren, der auch seine Klasse über zehn Kilometer in fabelhaften 49 Minuten gewonnen hat. Eine besondere Ehr wurden allen Siegern und Platzierten zu Teil. Der mehrfache Olympiasieger Silvio Fauner aus Italien überreichte gemeinsam mit Raiffeisenbank- Direktor Horst Mayr die Medaillen. Fauner ist als Botschafter seiner Region zu Gast in Seefeld. Diese hat sich für die Ausrichtung des MWC 2026 beworben.

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