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Basar des Elternvereins

Am 2. März ist es wieder soweit, der Elternverein „kids & family“ veranstaltet im Rahmen der Seefelder Markttage seinen allseits so beliebten Second Hand Markt rund ums Kind im Kurpark Seefeld. Für die meisten sind die Öffnungszeiten von 9 bis 16 Uhr ein gemütlicher Shopping-Ausflug, oder die ideale Gelegenheit gut erhaltene Kindersachen zu verkaufen. Für den Vorstand des Vereins und seine treuen Helfer:innen steckt viel mehr dahinter: Nicht nur heißt es in den sieben Stunden Verkaufszeit beraten, konzentriert zu kassieren, aufzuräumen und den Überblick zu behalten, nein die wahre Geschichte spielt sich in den Stunden vor und nach den Öffnungszeiten hinter den Kulissen ab. Dahin möchten wir euch in dieser Geschichte kurz mitnehmen.
Die Vorbereitungen beginnen schon Wochen zuvor. Sobald der Termin feststeht, wird die Werbetrommel gerührt, Aushänge und der Newsletter versendet, die Homepage angepasst und die regionale Presse mit Texten versorgt. Kurz darauf startet der Listenversand an die Verkäufer:innen. Obfrau Anita Hilpolt hat hier ein ausgeklügeltes System: „Unsere Stammverkäufer:innen erhalten bei jedem Markt dieselbe Listennummer, damit nicht verkaufte Ware bei Bedarf einfach mit demselben Etikett wieder angeboten werden kann.“ Diesen Service wissen viele zu schätzen. So viele, dass der Verein mittlerweile weit mehr Anfragen nach Verkaufslisten bekommt als er ausgeben kann. „Es tut uns immer leid, Leuten absagen zu müssen, aber logistisch und personell sind wir mit zirka 120 Listen einfach an der Grenze des Machbaren“, erklärt die Obfrau.
Denn damit am Samstag, um 9 Uhr, alles schön sortiert aufliegt, müssen am Freitagnachmittag erst die rund 2.500 Artikel angenommen, hinunter in den Aufenthaltsraum der Musikapellen getragen und dort vorsortiert werden. „Das ist ein großer Aufwand und wir laufen seht viel treppauf-treppab, doch anders würden wir den Aufbau am Samstagmorgen nicht schaffen“, sagt Hiltpolt, deren Samstag im Kurpark trotzdem um 6:00 Uhr beginnt.
Bei schönem Wetter beginnt dann „nur“ die Schlepperei, bei Regen oder Schnee kommen noch ganz andere Fragen auf – Haben wir genügend Standl, halten sie die Nässe ausreichend ab? Woher bekommen wir auf die Schnelle ein extra Zelt, um die Kleiderständer ins Trockene stellen zu können? Schon Tage zuvor wurden mit dem Seefelder Gemeindebauhof, der Kaufmannschaft und dem TVB die Standl aufgestellt und der große Veranstaltungsschirm montiert. „Für diese Hilfe sind wir sehr dankbar, ohne sie würde es gar nicht gehen“, gibt die Obfrau zu.
Wenn dann um 9 Uhr der Verkauf beginnt, hört die Rennerei zwar auf, von Entspannung kann aber nicht die Rede sein. An der Kasse wird zu viert abgerechnet, um die Warteschlange so kurz wie möglich zu halten. Die anderen Helfer:innen beantworten Fragen, sortieren verlegte Waren zurück und passen auf, dass nichts an der Kassa vorbeigeht. „Wobei wir hier wirklich noch nie Probleme hatten“, sagt Hiltpolt. „Die Menschen sind dankbar um unseren Markt, und spenden eher noch etwas.“
Pausen gibt es wenige, meist sind es die Kinder vom Vorstand, die schnell Kaffee oder süße Teilchen holen. Oder die Ehemänner der Vorstandsdamen, die mittags mit Selbstgekochtem aufwarten. Das wird in Schichten verzehrt, sobald über Mittag etwas Ruhe am Markt einkehrt.
Um 16 Uhr ist der Verkauf dann vorbei, die Arbeit aber noch lange nicht. Während sich die Kassiererinnen zur Abrechnung zurückziehen – jede:r Verkäufer:in bekommt später den Erlös abzüglich einer Provision ausbezahlt – macht sich der Rest des Teams ans Rücksortieren. Jedes nicht verkaufte Teil wird wieder in jene Box gelegt, in der es am Freitagnachmittag abgegeben wurde. Knapp 90 Minuten später kommen die ersten zum Abholen, bekommen ihre Einnahmen ausbezahlt und die nicht verkauften Waren zurück. 60 weitere Minuten später kehrt Ruhe ein, die genutzt wird um Kleiderständer zurückzubringen, Zelte und Schirm abzubauen und gespendete Sachen sortiert in Kisten zu verpacken. Diese werden in den Tagen nach dem Markt zu den vorher vereinbarten Empfängern gebracht.
„Obwohl wir gefühlt schon alles, von strengen Corona-Auflagen über kurzfristige Sturmschäden bis hin zu strömendem Regen, schon alles erlebt haben, ist es jedes Mal wieder eine Herausforderung“, gesteht Hiltpolt. „Doch wir erhalten so viel positives Feedback und wissen, dass wir bei vielen die Anlaufstellen Nummer eins für Nachhaltigkeit und gegen die anhaltende Teuerung sind, dass wir all den Aufwand gern in Kauf nehmen und uns jetzt schon auf den 2. März 2024 und die vielen zufriedenen Gesichter unserer Verkäufer:innen und Kund:innen freuen.

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